Die Düsseldorfer Kasematten
Die bewegte Geschichte des Rheinufers


Gelegen am Ufer des Rheins erstrecken sich die Kasematten Düsseldorf vom Burgplatz bis zur Schulstraße, mitten im historischen Kern von Altstadt und Carlstadt. Da wundert es nicht, dass hinter den wuchtigen Mauern eine bewegte Geschichte steht. Denn nicht immer waren die Rheinterrassen Sinnbild der Düsseldorfer Lebenslust.

„Kasematten“ zeichnen sich historisch durch feste Mauern aus, die vor Artilleriebeschuss schützten oder als Wohn- und Aufbewahrungskammern dienten. Da der architektonische Stil der alten Mauerwände und ehemaligen Lagerräume am Rhein an ebendiese Festungsbauten erinnert, trägt der Rheinuferteil bis heute den Namen Kasematten.

Kasematten

Von der Bundesstraße zur Promenade


60.000 Pkw pro Tag

Vor Beginn des 20. Jahrhunderts standen Wohnhäuser und Gebäude unmittelbar am Rheinufer. Häufige Hochwasser führten dabei ständig zu überschwemmten Kellern und richteten dauerhafte Schäden an den Immobilien an. Um diese Problematik zu beseitigen, entschied man sich zu Anfang des 20. Jahrhunderts für eine Ufervorverlegung. Eine untere Rheinwerft als Anlegeplatz für die Schifffahrt und eine obere Rheinwerft als repräsentative Promenade wurden gestaltet.

Später, in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde das Straßennetz in ganz Düsseldorf ausgebaut. Eine Maßnahme dabei war der Ausbau der Bundesstraße 1 entlang der Rheinpromenade, die mit 60.000 Pkw täglich zu den am stärksten frequentierten Straßen Deutschlands zählte. Der Umbau hatte allerdings die bauliche Trennung der Innenstadt zum Rhein zur Folge.

Neuer Glanz

Unzufrieden mit dieser Situation entschied man sich 40 Jahre später für einen weiteren Umbau: Die 1,9 km lange Rheinuferstraße sollte künftig unter der Erde verlaufen. Fünf Jahre liefen die Arbeiten am Rheinufertunnel, bis er am 15. Dezember 1993 fertiggestellt und an die Stadt übergeben wurde.

Auch der Rheinuferpromenade wurde schließlich zu neuem Glanz verholfen. Bei der Neugestaltung bis 1995 orientierten sich die Architekten Fritschi, Stahl und Baum an dem historischen Vorbild von 1900, das der Architekt Johannes Radke entworfen hatte.

Fritschi und seine Kollegen trennten die Promenade erneut in eine obere und eine untere Werft, stellten 120 Bänke auf und pflanzten 600 Platanen, die heute die wunderschöne Allee an der oberen Rheinpromenade ausmachen.

Treffpunkt Kasematten

Aus den Kasematten ist heute eine herrliche Rheinpromenade geworden, die Publikumsmagnet und Treffpunkt zugleich ist. Die köstlichen Speisen und die erlebnisreichen Events machen jeden Besuch einzigartig. Doch es ist vor allem die Düsseldorfer Herzlichkeit, die Besucher immer wieder an den Rhein lockt. Die Kasematten symbolisieren wie kaum ein anderer Ort die rheinische Lebensfreude der Stadt und sind vor allem im Sommer Ausdruck des mediterran anmutenden Lebensgefühls.

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