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Schlüssel – Geschichte & Herstellung

Geschichte

Die Geschichte der Hausbrauerei „Zum Schlüssel“ ist eng verbunden mit der zweier nebeneinander liegender Häuser: der Bolkerstraße, Nr. 45 und Nr. 47. Erstmals wurde 1632 eines der Häuser mit dem klangvollen Namen „Zu den drei Königen“, damals im Besitz von Johann von Monheim, erwähnt. Es folgten mehrere Besitzerwechsel bis im Jahre 1850 Jakob Schwenger die beiden Häuser übernahm und in ihnen zunächst eine Brauerei und eine Bäckerei errichtete.

Die Gebäude wurden später vereinigt und gingen in den Besitz von Brauer Josef Aders über. In dieser Zeit erschien auch zum ersten Mal die Bezeichnung „Zum Schlüssel“ als Name für die Brauerei. Diese Namensbezeichnung hatte ihren Ursprung in dem Brauch, die Schlüssel der Stadttore in den nahegelegenen Gasthäusern aufzubewahren.

1936 übernahm schließlich der Brauereibesitzer Karl Gatzweiler mit seiner Frau Maria und seinen beiden Söhnen Simon und Jakob den „Schlüssel“. Seitdem ist die Hausbrauerei „Zum Schlüssel“ im Familienbesitz. Brauhistorisch wurde eine jahrhundertealte Tradition der Familie Gatzweiler fortgesetzt: Seit 1313 war immer ein Familienzweig im Brauereiwesen tätig. Nach langer, aufwändiger und vorlagengetreuer Umbauphase im Hause “Schlüssel” verbinden sich Historie, Tradition und Moderne im Jahre 1989 schließlich zur Neuauflage obergäriger Braukunst.

Herstellung

Die meisten Menschen in und um Düsseldorf kennen den Geschmack und die praktische Bügelverschluss-Flasche des “Original Schlüssel”.
Hier möchten wir Ihnen erklären, wie das “Original Schlüssel” gebraut wird.

Von Herzog Wilhelm dem IV festgelegt, wird auch „Original Schlüssel“ nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Lediglich Malz, Hopfen, Hefe und Wasser dürfen verwendet werden. So ist das Brauen des “Original Schlüssel” ohne Fremdzusätze garantiert.

„Original Schlüssel“ wird nach alter Art gebraut. Das bedeutet, es wird obergärig hergestellt. Die besondere geschmackliche Note des „Original Schlüssel“ liegt an den Zutaten: der Aromahopfen aus der Hallertau in Bayern, die ausgewählte Braugerstenzüchtung aus der Kölner Bucht sowie der Eifel und der Einsatz einer speziellen obergärigen Hefe. Über den brauereieigenen Brunnen und die städtische Wasserversorgung wird der Wasserbedarf sichergestellt.

Zur Herstellung des Biers muss erst einmal ein Sud angesetzt werden. 800 kg Malz werden für einen Sud benötigt. Das helle und dunkle Malz wird geschrotet und mit Wasser vermischt (=Maische). In einem speziellen Temperaturprogramm werden die Malzinhaltsstoffe dann gelöst. Die im Malz vorhandenen Enzyme bauen die Stärke schließlich zu Zucker ab. Nachdem dann im Läuterbottich die Fest- und Flüssigphase wieder getrennt wurde, wird die Würze, also der flüssige Teil der Maische, mit Hopfen in der Würzpfanne gekocht.

Das Würzkochen hat den Zweck, die Würze zu sterilisieren, Hopfengerbstoffe und Eiweiß auszuscheiden und die im Hopfen vorhandenen Bitterstoffe zu lösen und umzuwandeln. Durch die Verdampfung einer entsprechenden Wassermenge wird die Würze außerdem auf einen bestimmten Stammwürzgehalt eingestellt. Beim „Original Schlüssel“ sind dies genau 12,5%.

Über den sogenannten Whirlpool werden dann die Trübstoffe nach dem Kochen ausgeschieden und die Würze wird auf ca. 16°C abgekühlt. Das ist auch die Temperatur, bei der nach Zugabe von Hefe die offene Gärung beginnt. Nach ca. 3 bis 4 Tagen Gärzeit wird das Bier zur Nachgärung in den Lagerkeller gepumpt. Hier reift es etwa 20 lange Tage bei nahezu 2°C, bis Sie es schließlich genießen können. Während dieser Zeit bilden sich im Bier auch jene Aromastoffe und Kohlensäure, die den besonderen Geschmack ausmachen.