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Deutschland-Fans stürmen die Altstadt – 18.06.2010 – Rheinsche Post

Zum Spiel Deutschland gegen Serbien ist die Altstadt ein beliebter Anlaufpunkt für die Fußball-Fans. Die Einkaufsstraßen sind menschenleer, die Kasematten und die Altstadtkneipen überfüllt.

Wie die Ruhe vor dem Sturm – so fühlte sich die Stimmung am Freitagmorgen auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof an. Die Regionalzüge spuckten deutlich weniger Pendler aus als sonst.
In Nationalfarben gehüllte Fans waren aber auch nur vereinzelt unterwegs. Ein bunt geschmücktes Pärchen wartet auf die U-Bahn, eine einsame Vuvuzela schallt durch die Bahnhofshalle.
Gegen 12 Uhr wird die Kleidung der in die Altstadt strömenden Passanten deutlich bunter. Die Farben schwarz, rot und gold dominieren mittlerweile eindeutig. Nur die Sonne, die könnte sich doch mal blicken lassen, finden die Fußball-Fans.

Die Rheinbahn hat ihren Takt in Richtung Esprit-Arena verstärkt, die U78 soll die Fans in die Arena bringen. Der größte Teil der Fans steigt jedoch an der Heinrich-Heine-Allee aus, die U-Bahn-Station ist rappelvoll mit Deutschland-Fans.
Zum Anpfiff sind die Einkaufsstraßen, wie die Schadowstraße und die Kö, fast menschenleer. Nur vereinzelt sind ein paar Einkäufer zu finden, die die Ruhe nutzen, um ein paar Besorgungen zu machen. Ein paar Nachzügler eilen im Deutschland-Trikot Richtung Altstadt. Derweil geht auf der Bolker Straße nichts mehr. Die Fans drängeln sich vor den Fernsehern, die die Wirte draußen aufgestellt haben. Wer nicht schauen kann, bleibt wenigstens kurz stehen, fiebert mit und eilt dann weiter – bis zum nächsten Fernseher.

Einige Touristen verstehen nicht, was ihnen gerade passiert. Sie werden durch die Menge geschoben und fragen immer wieder verwirrt ihren Stadtführer, ob es in der Alstadt immer so voll sei.
Auf dem Weg ans Rheinufer mag sich niemand mehr fotografieren lassen. „Nee, ich mag nicht aufs Foto, ich bin zu schlecht drauf gerade.“ Warum? Die Kasematten sind voll, die Security hat das Gebiet komplett abgeriegelt, viele Fans wissen nun nicht, wo sie sich das Spiel anschauen können. Wer einen Platz ergattert hat, feiert zunächst ausgelassen. Doch die Freude währt nicht lange. Klose sieht die gelb-rote Karte, dann schießen die Serben das erste Tor.

Einge Fans in der Stadt trinken ihr Bier aus, zahlen und ziehen bedröppelt von dannen. Andere hoffen, dass sich das Blatt trotzdem noch wenden wird. Gut und ausgelassen ist die Stimmung während der ersten Halbzeit dennoch nicht mehr.

 

Quelle: Rheinische Post von Esther Mai

Foto: RPO, Esther Mai

Foto: RPO, Esther Mai

Foto: RPO, Esther Mai

Foto: RPO, Esther Mai

Foto: RPO, Esther Mai

Foto: RPO, Esther Mai