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Auf der Suche nach der Sonne – 08.03.2010 – Rheinische Post

Eiskalt war es Sonntag, am ersten März-Sonntag. Dennoch waren das Rheinufer, die Altstadt und die Kö voller Menschen, die endlich einen Hauch von Frühling erleben wollten. Das ging auch – aber nur dick eingepackt.

Sonntagmittag, das Untere Rheinwerft. Blauer Himmel, Sonne satt. Normalweise würden die Wirte an einem solchen Tag die riesigen Sonnenschirme aufklappen und ihre Markisen ausfahren. Würden sie das an einem solchen Tag tun, die Gäste wären ihnen laufen gegangen – denn jeder Sonnenstrahl wird freudig eingefangen, im Schatten will jetzt keiner sitzen. Die Sonne hat schon die Kraft, kalte Finger wieder aufzuwärmen. Das erste März-Wochenende am Rhein: eisig kalt, aber strahlend schön.

Die Brücken, die Uferpromenaden auf der Altstadtseite, die Wiesen vor Oberkassel und die Königsallee – überall sind sie unterwegs, die Menschen auf der Suche nach Frühling und milden Temperaturen. Touristen aus fernen Ländern, in der Stadt unterwegs, verschätzen sich mehrfach: Sonnenschein in Deutschland muss nicht unbedingt heißen, dass man Shorts tragen kann. Einige, offenbar aus Korea, tun es dennoch, und frieren sichtlich.

Auf den Rheinwiesen stehen die Reste vom letzten Hochwasser, die Tümpel sind noch gefroren. Das ändert sich schnell zu Mittag, wenn die Sonne höher am Himmel steht und das Eis auftaut. Und wer sein Auto nicht schon morgens frei kratzen muss, der kann mittags den Eiskratzer im Handschuhfach liegen lassen. Sobald die Sonne den Wagen erreicht, verschwindet das Eis in wenigen Minuten .

Wirklich besser wird es nicht in den nächsten Tagen, die Temperaturen gehen ab Mitte der Woche nur leicht nach oben, heißt es. Aber nachts wird es weiter unter Null Grad haben. Die Zahl der Glatteisunfälle hält sich in Grenzen: Wir haben uns daran gewöhnt.

 

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